Ergebnisse der SEIS-Befragung 2007                                                           

 Hier ist die Information dargestellt, die allen Eltern schriftlich zugegangen ist

Die Ergebnisse der SEIS-Befragung 2007 sind in einem 137-seitigem Bericht zusammengestellt. In Säulen diagrammen und Tabellen wird erläutert, wie Schüler, Eltern und Lehrer die Arbeit der Schule insgesamt beurteilen.

Die Datenflut zu überblicken und einzuordnen, ist nicht leicht. Deshalb wurde von einem auswärtigen Bearbeiter in einem schulbezogenen Kommentar Wesentliches zusammengefasst.

Diesen Kommentar stelle ich Ihnen in lesbarer Form vor, damit Sie einen Überblick erhalten.

Im Schulelternrat, im Kollegium und im Schulvorstand wird der SEIS-Bericht ausführlich beraten. Von konkreten Maßnahmen und Änderungen erhalten Sie Nachricht.

Anm.: Wegen einer besseren Lesbarkeit wird von Schüler und Lehrern gesprochen. Kompetenz bedeutet Fähigkeit oder auch Fertigkeit.

1.      Bildungs- und Erziehungsauftrag

Das Leistungsniveau der Schule und die Lernbereitschaft der Schüler werden von den Eltern und den Lehrern mit sehr großer Mehrheit als sehr hoch eingeschätzt; die Selbsteinschätzung der Schüler weicht davon leicht ab.

In der Ausbildung der sozialen Kompetenzen schätzen die Befragten die Leistungen der Schule mit großer Mehrheit als positiv ein.

Die Entwicklung der Lern- und Methodenkompetenzen , die die Selbständigkeit fördern,  findet bei allen Befragten eine hohe Zustimmung .

Dass die Problemlösungskompetenzen der Schüler im Unterricht gefördert werden, findet eine sehr hohe Zustimmung bei allen Befragten.

Die Schule leistet nach Einschätzung einer großen Mehrheit der Befragten einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung praktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten.

2.      Lernen und Lehren

In der Dimension „Lernen und Lehren“ wird deutlich, dass ein hohes Maß an Zufriedenheit bei allen Befragten festzustellen ist . Zwischen den Beurteilungen der Schüler und der Lehrer besteht vielfach Übereinstimmung.

Diese Beobachtung deckt sich mit den  gemeinsamen Absprachen unter den Lehrern, um den Lehrplan fächerübergreifend zu gestalten und die Lerninhalte von einer Klassenstufe zur nächsten effektiv aufeinander aufzubauen.

Die zum Einsatz kommenden Unterrichtsmethoden und Medien sind nach großer Mehrheit der Befragten vielfältig und variieren. Es kann zusammenfassend gesagt werden, dass die Lernmethoden auch dem Prinzip der Selbständigkeit und der aktiven Mitarbeit der Schüler Rechnung tragen.

In Bezug auf die Bewertung von Schülerleistungen durch Schüler weichen die Antworten der Betroffenen von einander ab.

3.      Führung und Management

Eine große Mehrheit aller Befragten hält das Lernen für das zentrale Anliegen der Schule.

Dass die Schule über langfristige Ziel- und Wertvorstellungen sowie über einen Plan ihrer zukünftigen Entwicklung verfügt, bestätigt eine große Mehrheit des Kollegiums. Die Unterstützung der Schulziele ist für einen sehr hohen Anteil der Befragten selbstverständlich.

Mit den Entscheidungsprozessen an der Schule ist die große Mehrheit zufrieden.

Die Kommunikationsstrukturen der Schule erfahren von den Eltern und Lehrern ein sehr hohes Maß an Zustimmung. In Bezug auf die Schülermeinung fällt auf, dass sie hinsichtlich ihrer Interessen sowohl mehrheitlich an der Informiertheit der Schulleitung zweifeln und auch nicht wissen bzw. ablehnen, dass die Schulleitung regelmäßig mit ihnen spricht und gute Leistungen an der Schule bekannt gemacht werden.

In Budgetfragen wird der Schulleitung eine gerechte Verteilung der Mittel unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse der Schule und des Schulentwicklungsplans bescheinigt. Die „weiß nicht“ Werte decken sich mit der Aussage, dass die Budgetverteilung nicht öffentlich bekannt gemacht wird.

Das Kollegium wird von den Eltern und Schülern mit sehr großer Mehrheit als motiviert wahr genommen, die Schulleitung ist dabei ein sehr wichtiger Motivationsfaktor. Eine große Mehrheit der Lehrer betrachtet ihr Agieren als nicht nur auf ihre Klasse begrenzt ; sie meinen, dass sich ihr Engagement auch auf die Schule als Ganzes und die Schulentwicklung erstreckt.

Hier fällt auf, dass die Lehrer mehrheitlich das Fehlen von Unterrichtsbesuchen der Schulleitung sowie den Mangel an Geldern für Fortbildungen feststellen.

4.      Schulklima und Schulkultur

Die räumlichen und atmosphärischen Gegebenheiten der Schule werden allgemein als einladend und freundlich wahr genommen.

In Bezug auf die Atmosphäre ist auffallend, dass die Beziehungen innerhalb der Schule von allen Beteiligten als äußerst positiv gesehen werden : Ein starker Teamgeist und ein gutes Miteinander wird als prägend empfunden. Dies wird auch von  der Schulleitung bestätigt.

Die Beziehungen zwischen der Schule und der Gemeinde werden von den Befragten mit sehr großer Mehrheit als positiv und konstruktiv wahr genommen.

Die Förderung positiven Verhaltens ist für die Mehrheit aller Befragten Konsens.

Die Existenz und die Effizienz schulischer Unterstützungssysteme wird von allen Befragten mit großer Mehrheit bestätigt. Auch die Schulleitung weist auf die Existenz schulinterner und schulübergreifender Hilfsangebote sowie auf die Elterngespräche  hin. Auffallend ist hier, dass gut ein Fünftel der Schüler erklären, diese schulischen Hilfsangebote nicht zu kennen.

5.      Zufriedenheit

Die Zufriedenheit mit der Schule als Arbeitsplatz und als Lernort ist bei allen Befragten ausgesprochen groß. Auffallend sind nur einige kritische Stimmen der Schüler.

Auch die Eltern äußern in sehr hohem Maße eine allgemeine Zufriedenheit mit der Schule.

6.      Personal- und Qualitätsentwicklung

Die Lehrer zeigen sich mit der Art des Personaleinsatzes sowie der Unterrichts- und Pausenorganisation sehr zufrieden. Den  vielfach wahrgenommenen Belastungsunterschieden und dem Mangel an Angeboten zur kollegialen Beratung steht nach ihren Aussagen eine Schulleitung gegenüber, die die Wünsche der Lehrer in sehr hohem Maße respektiert und sich mit ihren Problemen konstruktiv auseinandersetzt.

Nach Meinung aller Lehrer ist der Krankenstand im Kollegium auffallend klein, schwänzende Schüler sind nach Einschätzung aller Befragten eine Seltenheit.

Die aktive Gesundheitsförderung wird von allen Befragtengruppen als sehr relevant erachtet. Die Tatsache, dass die Schüler das über ein gesundes Leben Gelernte auch außerhalb der Schule nutzen, bestätigt diese Wahrnehmung. Über die gesundheitsgefährdende Wirkung von Drogen fühlen sich die Schüler nicht informiert.

Dass die Schule mit den örtlichen sozialen Einrichtungen kooperiert, wird von den Befragten mit großer Mehrheit bestätigt. Während die Existenz eines schulischen Beratungsangebots für Eltern bei einem Fünftel der Eltern und einem Fünftel der Lehrer nicht im Bewusstsein ist, obwohl ein Beratungskonzept von der Gesamtkonferenz verabschiedet wurde

Dass Absprachen verbindlich sind und Evaluationsergebnisse zu Verbesserungsmaßnahmen führen, meint ein sehr hoher Anteil aller Befragten.

 

Fazit aus meiner Sicht :

  1. Insgesamt wird die Arbeit der Schule in allen 6 Bereichen von allen Befragten als positiv und mit teilweise sehr hoher Zustimmung beurteilt. „Die Richtung stimmt.“
  2. Im Vergleich mit der Grundschulgruppe erzielen wir ähnliche Werte, die in der Elternbeurteilung allerdings deutlich positiv übertroffen werden.
  3. In einigen Bereichen weicht die Zustimmung von den hohen Werten ab. Hier kann es ein inhaltliches oder ein kommunikatives Defizit geben. Wenn Schüler und Eltern teilweise nichts von Unterstützungs-angeboten wissen, müssen wir hier besser informieren.
  4. Die SEIS-Befragung ist ein geeignetes Instrument, um intern Daten über die Arbeit zu erlangen. Des-halb sollte dieses Instrument weiter genutzt werden, auch wenn viel Arbeitszeit für Vorbereitung und Auswertung benötigt wird.
  5. Der positiven Selbsteinschätzung entspricht weitgehend die Außenbeurteilung durch die Schulinspektion insgesamt, auch wenn beide Instrumente teilweise verschieden und anders messen.

Dieses Ergebnis muss und wird Ansporn sein, weiterhin gute Arbeit für die Schüler zu leisten. Alle Beteiligten – Lehrer, Eltern und Schüler – sind verpflichtet, ihren Anteil zu leisten.

 Beesten , 24. Januar 2008

Heinrich Schulte, Schulleiter